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pwned! Review

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Review (Music)

 

Azad - Blockschrift (2007) (by Chris)

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Vor Release seines fünften Soloalbums „Blockschrift“ hatten die Fans große Erwartungen, denn „Game Over“ konnte die hohen Erwartungen kaum erfüllen. Anders hingegen sollte alles mit „Blockschrift“ werden. Großes wurde angekündigt - und umgesetzt? Nein.

Dank seiner Hausproduzenten Sti, Benny Blanco, Shuko, Brisk Fingaz und M3 & Noyd gibt es auf „Blockschrift“ wie erwartet gute Beats zu hören. Insbesondere „Kämpfer“ sticht hier heraus.

Ansonsten hört man wie von Azad gewohnt die üblichen „Halte deinen Kopf hoch“ Sprüche und Durchhalteparolen, denn die Welt verliert zunehmend Moralvorstellungen. Recht hat er. Außerdem ist das Leben so schwer und quasi nur unter Drogeneinfluss zu ertragen. Da kommen Azad's Kopfhoch-Parolen genau richtig.

 

 

 


Andererseits mit dem unbändigen Glauben, wie ihn Azad in „Ich bete zu dir“ an den Tag legt, würde man sich zumindest nicht gleich erschießen, wenn man aus dem Fenster schaut.

Auf „Blockschrift“ gibt es aber auch den Azad, der keinen Inhalt vermittelt, sondern wild mit Worten um sich wirft, aber beim Hörer letzten Endes nichts hängen bleibt, wie z.B. in „So machen wir das feat. Jonesmann“. Joy Denalane bleibt neben J-Luv und Gentleman sehr blass - passt einfach nicht. Featuremäßig hat Azad keinen Rapper neben sich auf der Platte, allein gesangliche Unterstützung findet sich ein. Lieder wie „1 im Game“ oder „Ghettobass“ lassen sich bestenfalls als Lückenfüller einsetzen, tragen aber wenig zur Qualität des Albums bei, vom Beat mal abgesehen.

Azad scheinen auf „Blockschrift“ die Themen ausgegangen zu sein, denn mit „Du fehlst mir“ widmet er ein weiteres Lied seiner Tochter. In „Alles Lügen“ rappt Azad sehr authentisch und ehrlich, was mir persönlich sehr gut gefällt, insbesondere die Thematik trifft den Nerv der Zeit. Sehr komisch daher gerappt kommt „Monsterrap“ - Gewöhnungssache. Eines ist aber sicher: An seine besten Doubletime Parts kommt er nicht im Enferntesten ran. Die poppige Singleauskopplung „Prison Break Anthem“ spiegelt im Grunde Azad's Werdegang wieder.

 

Top:

- Zeit Zu Verstehen (this can't be everything) feat. Gentleman

- Kämpfer

- Tage des Regens feat. J-Luv

- Hier/Gefangen (Lincoln Burrows)

- Alles Lügen

 

Neutral:

- Ich bete zu dir

- Bündel für Bündel

- Du fehlst mir

- TNT

- Monsterrap

- Prison Break Anthem (Ich Glaub an Dich) feat. Adel Tawil

 

Flop:

- So machen wir das feat. Jonesmann

- Ich geh für dich feat. Joy Denalane

- 1 im Game

- Ghettobass

 

Fazit:

Azad wird zwar mit „Blockschrift“ weiter „Bündel für Bündel“ verdienen, aber alteingesessene Rapfans, die Azad seit „Leben“ kennen, werden enttäuscht sein, denn Battlerap ist auf „Blockschrift“ Mangelware und wenn vorhanden, dann so enttäuschend, dass man zum nächsten Lied weiterskippt. Die aus Verzweiflung entstandenen „Kopf Hoch-Predigten“ stellen zwar die Höhepunkte dar, aber wenn mehr als die Hälfte der Lieder aus dieser Thematik besteht, wird dies auf Dauer langweilig.

Wir wissen, dass es Azad sehr viel besser kann und auch schon oft beweisen hat, aber es scheint, als gehen ihm langsam aber sicher die Themen aus.

 

Bewertung: 4.0