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pwned! Review  

  

Review (Music)

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Eden Weint Im Grab - Trauermarsch nach Neotopia (2008) (by Max)

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Das es nicht mehrerer Bandmitglieder und viel Geld benötigt um gute Musik zu produzieren, beweist eindrucksvoll das Ein-Mann-Projekt Eden Weint Im Grab von Alexander Paul Blake. Schon das Debütalbum „Traumtrophäen Toter Trauertänzer“, welches 2004 kostenlos zum Download angeboten wurde, konnte durch atmosphärischen, schwer einkategorisierbaren Black Metal überzeugen, der von tiefen Lyriken und düsterer Stimme getragen, so manche Nacht noch düsterer erscheinen ließ.

Mit dem zweiten Album begibt sich EWIG nach langer und oftmals auch hoffnungslos erscheinender Suche nach einem passenden Label auf kommerzielle Wege und bietet „Trauermarsch nach Neotopia“ zum Kauf an.

Viel hat sich auf den ersten Blick zum Vorgänger nicht verändert. Noch immer sind es die dunklen Melodien, die überwiegen und höchst poetische Texte, die eine schaurig dunkle Atmosphäre erzeugen. Das Ganze rundet eine durchweg adäquat raue, mal kreischend, mal singende Stimme ab.

 

 

 


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Das Album einzukategorisieren fällt schwer. Es steckt auf jeden fall viel Gothic und Dark in den Stücken, aber Edens Musik einzuordnen misslingt. Der Stil der 14 Songs auf dem Album wechselt von Lied zu Lied und so finden sich auch einige cluborientierte Beats unter den dunklen Klängen.

Die Lyriken sprechen zum größten Teil Themen rund um den Tod an, sind aber in ihrer Vielschichtigkeit und Möglichkeit zu interpretieren sehr abwechslungsreich geschrieben.

 

Top:

-  Krieg im Wunderland

- Undine

- Unter dem Eis

- Im schwarzen Todesblumenhain

- Scheiterhaufen eurer Phantasie

- Weltgeheimnis

- Für Phantasus ein Traumsonett

 

Neutral:

- Epiphanie des Grauens

- Blutquell

- An die Nacht

- Nach Eden, übers Meer

- Kindheitsrequiem

- Im schwarzen Todesblumenhain

- Durch Sturm und Äonen

- Heimwärts ins Licht

 

Fazit:

Ein Solides Album, welches ein deutlicher Schritt nach Vorne gegenüber seinem Vorgänger ist. Es ist Abwechslungsreicher und ausgefeilter, hört sich manchmal, was nicht unbedingt als Kritik zu sehen ist, wie Eisregen an und lässt 1-2 richtig gute Hits vermissen. Die Lyriken sind gewohnt sehr stark, die düstere, morbide Atmosphäre kommt gut an. Wer auf Düsteres steht muss zugreifen, wer gute deutsche Lyrik zu schätzen weiß auch und der Rest darf zumindest mal in den Vorgänger, der kostenlos zum Download im Internet angeboten wird, reinhören.

 

Bewertung: 8.5