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pwned! Review

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Review (Music)

 

Fler - Fremd im eigenen Land (2008) (by Chris)

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Auch bekannt unter seinem Pseudonym Frank White, ist Fler der erste deutsche Rapkünstler, der 2008 sein Album auf den Markt bringt. Vor Release des Albums jagte (wie eigentlich fast immer bei Fler-Albumreleases) ein Skandal den Nächsten. So rückte auch wieder sein „stolzer-Deutscher-Image“ in den Vordergrund. Und von diesem Image ist „Fremd im eigenen Land“ geprägt. Auf 19 Liedern beweist Fler, dass er mittlerweile in der Lage ist ein solides Album zu machen, welches neben sehr, sehr guten Beats, teilweise sogar mit seinen Texten überzeugen kann.

Das Album beginnt mit einem „Intro“, das ein schöner Übergang zum zweiten Lied „Berlin“ ist. Irgendwie musste solch ein Lied auf dem Album sein, denn was wäre Fler für ein Berliner, wenn er seiner Heimatstadt nicht mindestens ein Lied widmen würde. Gut okay, geht in Ordnung. Beat ist auf jeden Fall super, der Text in Ordnung.

 

 

 


Im nächsten Lied „Deutscha Bad Boy“ geht es um sein „stolzer-Deutscher-Image“. In einen Augen wird das Ganze viel zu sehr von den Medien aufgespielt, was natürlich dazuführt, dass sich jeder gleich quer stellt, wenn Fler die Wörter stolz und deutsch in einem Satz verwendet. Eine bewusste Provokation seitens Fler. Mir gefällt, dass er sich treu bleibt und trotz dem Gegenwind an seinem Image festhält. In „Fler vs. Frank White“ kommt es zu einem verbalen Ringkampf zwischen Fler und seinem alten Pseudonym Frank White. Sehr unterhaltsam, einzig Patrice nervt. Mit „Alles was ich brauch“ widmet Fler ein ganzes Lied seiner (ex?)Freundin. Auf jeden Fall in Ordnung. Noch besser hingegen find ich allerdings das nächste Lied „Warum bist du so?“, in dem Fler über seinen verstorbenen Freund rappt. Selten einen derartig emotionalen Fler erlebt, aber das bringt immerhin Abwechslung aufs Album.

„Ich bin Deutscha“ hat einen wahnsinnigen Beat auf den Fler richtig gut rappt, dazu rühmt sich Fler wiedereinmal mit seiner deutschen Identität. Sehr überzeugend das Ganze. Und trotz einer miesen Hook ist „Clubbanger feat. Massiv“ ein starker Song, was aber zum wiederholten Mal am Beat liegt.

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass die, meiner Meinung nach, allerbesten Songs nur auf der Premium Edition zu finden sind. Sowohl „Therapie feat. Sido“ als auch „Südberlin Maskulin feat. Godsilla“ überzeugen durch guten Text, Flow und hervorragende Beats.

 

Top:

- Berlin

- Deutscha Bad Boy

- Fler vs. Frank White feat. Patrice

- Warum bist du so?

- Ich bin Deutscha

- Wie wir sind feat. MC Bogy

- Nacht und Nebel Aktion feat. Godsilla

- Clubbanger feat. Massiv

 

Neutral:

- Intro

- Mein Jahr feat Nadja Benaissa

- Alles was ich brauch

- Chefsache feat. Sido

- Pass auf feat. Godsilla & She-Raw

- Mein Mädchen

- Roll auf Chrome feat. B-Tight

- Ghettodrama

- Ich kann dich sehen feat. Shizoe

Flop:

- Hurensohn Skit 1

- Hurensohn Skit 2

 

Fazit:

„Fremd im eigenen Land“ ist Flers bestes Album seit CCN. Auf dem Album ist kein Beat, der nicht außergewöhnlich gut ist und dazu bietet das Album sehr viel Abwechslung, was zum einen an den verschiedenen Flows, zum anderen an der Themenvielfalt liegt. Einzig die Hooks wirken einfallslos und auch sonst überzeugt Fler nur auf einigen Liedern mit wirklich guten Texten. Als Featuregäste überzeugen Sido, Godsilla und MC Bogy. Unterm Strich gesehen kommt ein gutes Album heraus mit dem man als Fan durchaus zufrieden kann sein.

 

Bewertung: 7.1