link_1_news
link_2_music
link_3_movies
link_4_aboutus
link_5_links
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
pwned! Review  

  

Review (Music)

 

SDiddy - 21 Gramm (2008) (by Chris)

.

Debütalbum mit 27 Jahren? Und das als Rapper? Geht nicht? Doch! Das erst zweite Release von SDiddy nach der „The SDiddy LP“ nennt sich „21 Gramm“ und ist Diddys erstes richtiges Album. Auf 18 Liedern zeigt der Kölner, was er so drauf hat - und das ist einiges!

Dass Diddy schnell rappen kann, beweist er bereits auf dem ersten Lied der Platte „2 Crazy“. Fast unheimlich flowt er über den Beat und dass dabei der Inhalt ein wenig zu kurz kommt, stört nur wenig. Battle-Rap eben und als Unterhaltung ist es allemal gut. Ein ähnliches Prinzip legt „Hook“ an den Tag. In „Hoffnungslos“ verarbeitet Diddy aussichtslose Situationen, die er in seinem Leben erlebt hat.

Allerdings muss man Diddy vorwerfen, dass viele Lieder einfach zu gleich klingen. Trotz veränderter Raptechnik hat man bei „Kölsch Bloot“ oder „Grembranx Click“ das Gefühl, sehr ähnliche Lieder zu hören. Da fehlt es einfach ein wenig an Abwechslung.

 

 

 


Auf Nase hat er sicher das Lied „Palim, Palim!“ geschrieben, zumindest klingt es danach. Die ein oder andere gute Zeile kommt dem Hörer dann doch ins Gehör und insbesondere die Hook ist absolut massentauglich. „Der Don“ ist eines der stärksten Lieder auf der Scheibe. Das Lied zeichnet sich vor allem durch einen aggressiven Flow und gute Vergleiche aus. Dabei wurde auch kräftig gegen sein Ex-Label Optik Records geschossen. Totentanz wäre ein Toplied - ohne Eko & Hakan Abi. So ist es eigentlich der einzige wirkliche Flop auf der Platte. Am besten einfach nach Diddy's Part weiterskippen.

„Wenn er geht“ hat eine sehr dunkle, melancholische Atmosphäre. Das Lied kommt dem Hörer vor wie ein Innerer Monolog, in dem Diddy seine wirren Gedanken verarbeitet. Es endet letztendlich damit, dass Diddy Selbstmord begehrt. „To da Branx“ steht im Grunde stellvertretend für das komplette Album: Guter Flow und Punchlines, aber leider mit keinem Inhalt.

  

Top:

- 2 Crazy

- Hook

- Hoffnunglos

- Schuld

- Palim, Palim!

- Bow Wow

- Promiwelt

- Wenn er geht

- To da Branx

 

Neutral:

- Gib mir mehr

- Kölsch Bloot feat. Capkekz

- Aus & Fertig

- Grembranx Click feat. G-Style

- Auf Nase Skit

- Assel Skit

 

Flop:

- Totentanz feat. Eko & Hakan Abi

 

Fazit:

„21 Gramm“ ist dank SDiddys Raptechnik und Flow ein sehr unterhaltsames Album und das trotz der wenigen Themenvielfalt und Abwechslung. Es ähneln sich viele Lieder und einige Texte hören sich an, als wären sie einfach ruck-zuck runtergeschrieben worden - Hauptsache es reimt sich. Wer auf Inhalt steht, dem wird dieses Album kaum gefallen, wer aber auf soliden Battlerap steht, der wird auf jeden Fall gut amüsiert und sollte mal reinhören.

 

Bewertung: 7.0